Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Sechzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 245 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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ZKL EX» LL 245 es z. E. in dem Buche Jrgibborim S. 36. C. r. Es ist erlaubt, mit einem Gottlosen heuchlerisch umzugehen, um der Furcht willen, die man vor demselben haben muß, wie es in des Rabbi Ellesers Cap. 37. stehet; als Jsakob zu seinem Bruder Estru » B. Mos. 32, 4. spricht: „Also hat dein Knecht Jokob geredet," hat der heilige gebenedeycke Gott zu Jakob gesagt: Du machst aus dem, was heilig, Unheiliges, das ist, Lu nennest dich, der du heilig bist, einen Knecht des Unheiligen. . Ja, antwortete Jakob, ich thue es nur aus Verstellung und Heucheley, damit er mich nicht umbringe. Hieraus erhellet, daß es erlaubet sey,mit gottlosen und bösen Menschen zu heucheln und sich gegen sie zu verstellen um des Friedens Willen. Rabbi Simeon lehret, es sey erlaubt, in dieser Welt sich gegen die Gottlosen zu verstellen, denn der Prophet Esaias spricht Kap. 32, s. ,jAlsdenn wird man einen Narren nicht mehr Fürst, noch den Geizigen mild und freygebig heißen." Also, weil es alsdenn in jenem Leben nicht geschehen soll; so ist es in diesem Leben erlaubt. ,- Eben dieses lehret auch Rabbi Bechai in seinem Buche Cad Hakemach S. zo. E. r. wir finden, daß auf gewisse Art, die Heucheley erlaubet scy. Es kann sich nämlich ein Mensch gegen einen Gottlosen sehr höfiich an, stellen, ihn ehren, vor ihm aufstehen, und ihn seiner Freundschaft und Liebe versichern. — Daß , Q z die«