Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-r« 24 »X» 24 engel ermuntern und zu ihnen sagen: lasset alle Furcht fahren, tretet getrost hinzu, er ist ja euer Mitbürger, wie solches der Prophet Esaias K. 45, iz. durch die Worte: „Er wird meine Stadt bauen und meine Gefangenen loslassen," deutlich zu erkennen giebt. Fürchtet euch dero» halben nicht vor dem Gerichte, kennet ihr ihn denn nicht? Er ist ja euer Anverwandter, euer Freund und euer Bruder. So sagt er selbst von sich Pf. I2Z, 7. „llm meiner Freunde und Brüder willen." Ja was noch mehr ist, er ist so gar euer Vater, wie solches Mykes in seinem;ten Bucke K ar. 6.mit denen Worten ».Ist es nicht dein Vater" euch ankündiget. -- Hieraus nun, da sie sich über alle Creaturett so weit hinweg setzen und uns nebst allen andern Völkern nur lim ihrentwillen geschaffen zu seyn glauben, und unverschämt genug sind zu lehren, daß wir zusammt allen andern Völkern, kaum würdig waren, ihre Sklaven zu seyn. Rabbi Lipmann meldet in seinem Lästerbuche Nizzachon S. 24z. Die Christen bellen uns entgegen, und sprechen: Es sey nickt reckt, daß ein unheschniktener und unreiner (Christ) einen Juden aufwarte und ihm bediene. Umgekehrt, wenn uns die Christen nicht bedienten, so hätten sie den Tod verschuldet, und müßten völlig ausgerottet werden, wie es der Prophet Esaias K. '60, ,2. verkündiget : „Welche Heiden oder Königreiche dir nicht dienen wollen, die sollen umkommen und