Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Funfzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 229 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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*X* 2-9 denn die Schrift sagt: sB. Mos. r8, 8. «Der Herr wird gebieten dem Segen, daß er mit dir sey, in deinem Keller, und in allem, was du unternimmst/* weder Sonne, noch Mondenschem, noch Regen würde seyn, wenn Israel nicht wäe re. Und im Mikran Hakkodcsch, heißt es S. 1O9. C. i. daß Gott die Israeliten nur dieserwegen ins Elend gestecket, und unter die Völker vertrieben habe, damit er die andern Völker segnen könnte. — Sind nun die Juden nicht zu bedauern, verdienen sie nicht unser ganzes Mitleid, sie müssen im Unglücke leben, nur damit wir glücklich und gesegnet werden. Kann man ihnen also ihren eingewurzelten Haß verargen? Wir wollen aber noch andere Ursachen anführen, woraus sich verstehen läßt, warum der Haß gegen uns in den Herzen der Juden so tiefe Wurzel geschlagen hat. Sie sind schon von ihrer Jugend an mit dem Vorurtheil eingenommen, daß sie weit vernünftiger, klüger und geschickter wären, als alle andere Völker, ja der allergeringste Jude setzt sich in seinen Gedanken über die größten Gelehrten, und den geschickten Künstler anderer Nation weit hinweg, und achtet sich weit höher als alle Monarchen. Denn es wird erzählet im Zeror Hamor, die Israeliten werden heilig und rein genennet, und da es bekannt ist, daß zwischen allen Dingen, die Gott erschaffen har, ein großer Unterschied ist, und immer eins vor den andern P z einen