Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 219 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LS OM LS ary Gerechtigkeit oder das Allmosen , das Urtheil Gottes wieder aufheben, und die beschlossene Strafe wieder zurücknehmen könne; beweiset dieser Rabbi, aus Sprichw. io, 2. wo es heißt: „Die Gerechtigkeit, oder das Allmosen errettet vom Tode/' Daß das Schreyen, oder anhaltende Gebet, eben dieses zu verrichten im Stande sey, beweiset er aus Ps. 127,6. „Und sie riefen zum Herrn in ihrer Noch, und er errettete ße aus ihren Nöthen." Daß auch dieses die Veränderung des Namens bewerkstelligen könne; suchet er aus den Worten i B. Mos. 17, i;. 16. darzuthun. „Du sollt dein Weib Sarai nicht mehr Sarai heißen, sondern Sara soll ihr Name seyn. Denn ich will sie segnen, und will dir hon ihr einen Sohn geben." - Es macht' also dieser Rabbi aus den angeführten Worten, den Schluß, daß die Sara, so lange ße Sarai heißen würde, keinen Sohn gebühren könne, weil es ihr einmal von Gott auferleget wäre unfruchtbar zu seyn, dieses aber hätte Gott nunmehr mit der Veränderung ihres Namens wieder aufgehoben:) Das 4. Mittel, die Veränderung der Werke, als wodurch der Mensch die ihm von Gott bestimmte Strafe wieder abwenden kann, wird aus Jona z, 19. erwiesen, „Und Gott sähe ihre Werke, und es reuere Gott des UebelS, welches er geredet hakte, ihnen zu thun, und that es nicht." Einige andere Rabbinen setzen zu diesen 4 Mitteln, noch ein fünftes hinzu,' nämlich Scbiimu Mokom,