Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Eilftes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»7° E« LL höret haben. Sie ängstigten sich darüber sehr, kamen öfters zusammen, übeten die strengste Buße aus, weineten, Huben ihre Augen auf gen Himmel und sprachen! o! Jehovah, du Gott des Himmels, ertheile uns doch deinen Rath. Wir wissen nicht wo wir uns hinwenden sollen. Unsere Augen sind nur auf dich gerichtet wegen des vielen unschuldigen Blutes, welche» unter Israel, deinem Volke, vergossen wird. Wie lange soll denn uns das unreine Mancher zum Fallstricke dienen? Wie lange soll die Hand der Nazaräer über uns mächtig feyu? Wie lange sollen sie uns würgen? Nun ist zwar dieses alles um der Boßheik dieser Gottlosen deines Volks willen geschehen, allein du bist ja der Jehovah, der Gott unserer Väter, ertheile uns doch also deinen Nach um deines großen Namens und um deiner Barmherzigkeit willen. Was sollen wir chun, und wie sollen wir es anfangen, daß wir uns von der sündigen Rotte, von den gottlosen Nazaräern, absondern und trennen mögen. Da sie sich mjn so öfters berathschlageten und einander ihre Noch klagten, trat einstmals einer von den Aeltesten, mit Namen Simeon Rephas, welcher sich des Best ksl d. i. einer himmlischen Stimme oder Prophezeyhung bedienen konnte, unter ihnen auf und sprach r Meine Brüder, ünd Freunde, wenn weine Worte euch Wohlgefallen werden, so hoffe ich, die gottlosen Nazaräer aus der Gemeinde Israel