Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Neuntes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r;6 LL »M» LL ein Gerechter, und ein Helfer, artn, der auf einem Esel , auf einem jungen Füllen der Eselin reitet." Die Aelresten, und Frommen erschra» cken überMe Rede nicht wenig, weinten, zerrissen ihre Kleider, giengen hin zu der Königin» Helena, welche nach ihres Gemahls Todee die Regierung führte, und sagten: Dieses Mann hat den Tod verdient, denn er verführt die Menschen; erlaube dahero, daß wir ihn durch unsere Nachstellungen fangen und tödten mögen. Die Königin» erwiederte: lasset ihn zu mir kommen, damit ich von.jhm selbst seine Sache erfahre; sie sagte es aber nur deswegen, damit sie ihn aus ihren Händen retten könnte, weil sie mit ihm nahe verwandt war. Dieses merkten die Wen fen, und dahero sprachen sie: laß dir nicht in Sinn kommen sein Wort zu führen, oder sein Bestes zu stnHen, denn er verführt das Volk durch Zauberey, und stürzet sie dadurch ins äusserstr Elend. Es lieget dir ob seinen Namen recht bekannt zu machen, und sein Todesurtheil zu sprechen, denn er ist ein Mamser; worauf sie ihr denn die ganze Geschichte von den Joseph pandira erzählten, und zugleich die Thaten, wie Jesus sich den Schein Hamphorasch zugeeignet hätte, bekannt machten. Dem allen ungeachtet sprach die Königin»: ich will ihn erst sehen und sprechen, ehe ich ein Urtheil fällen, und ihn euch überantworten kann. Man stellete ihn also der Königin» vor, unit sie redete ihn also an: Ich höre wunderbare Dinge von dir, du verrich-