Mannheim
Compact Memory

Der Jude · 1772-01-01 · Achtes Stück (1772) · p. Seite 126

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Neunter und letzter Band (1772)
Issue
Achtes Stück (1772)
Date
1772-01-01
Page
Seite 126 (sequence 14)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2577043-2577056-9903606--3626-2580496
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

r-6 *X» bet. Denn ein solcher ist gleich, als wenn er eines Königes sein Gefäß, seinen Ring, oder Petschaft raubete, und es zu seinen eigenen Geschäfte mißbrauchte, und eben dadurch den Tod verdientes Ein dergleichen Unglück wiederfuhr so gar dem großen Propheten Estrias selbst, denn als er einstmals nach seinem eigenen Gefallen und ohne Gottes Befehl einen solchen Namen aussprach, um zu seinem eigenen Vergnügen ein Wunder damit zu verrichten, so ward er von einem Cederbaum verschlungen, und als darauf dieser von dem gottlosen König M«maste abgesagte ward, so ward er mit von einander gesäget und kam jämmerlich um. — Nichts destoweniger trist Man doch auch heutiges Tages unter den Rabbinen solche an, von welchen die Juden vorgeben, daß sie Gewalt hätten durch Beschwörung der Engel allek^> Künste und Sachen hervorzubringett. Ein solcher Künstler heißt unter ihnen Bau! Scheu». Es bestehet aber die ganze Kunst, wenn man genau darauf Achtung giebt, in nichts anders als lauter Taschen spielereyett, Gaukelpoffen, und Lügen, da immer einer des andern seine wunderbaren Dinge erzählet, ohne daß jemand selbst davon etwas gehöret oder gesehen hat. Man findet in ihren Büchern viele gi-oße Dinge und Wunder, welche alle auf der-- gleichen Art, sollen bewerkstelliget worden seyn, ausgezeichnet. In Schebrth Jehuda stehet S. 64.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.