Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Sechstes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 92 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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§r S.S »X» künftigen Dinge nicht so hock), als die gegenwärtigen Ergötzlichkeiten; mein Gewissen sagt mir zwar, daß ich daran unrecht handele, allein ich kann die Sache nicht ändern. Damit du aber geliebter Freund stehest, daß ich aufrichtig mit dir handele, so will ich dir ein Geheimiliß eröjfnen, welches nur den Vornehmsten und Gelehrten bekannt, und von solcher Beschaffenheit ist, > j>aß wir daraus ganz deutlich einsehen können, daß euer JesuS, von dem alle Propheten gezeuget haben, der wahrhafte Christ sey. Wisse demnach, daß,- da der Tempel zu Jerusalem erbauet ward, sedesnchl 22 Priester darinnen den Gottesdienst bestellen- Mißten, denn eben so viel haben wir Buchstaben, in nnserm Alphabeth, und eben so viel zählen wir BüchcrM unserer Thora oder alten Testament. , . Nun ward in dem Tempel ein Buch aufbehalecn, in welchen sich jedesmal die Priester, welche im Tempel dieneren, einschreiben und zugleich neben ihren Namen auch die Namen ih, pes Vaters und ihrer Mutter setzen mußten. Starb einer von den 22 Priestern, so ward ein anderer mit Einwilligyng der noch übrigen 21 Priester an des verstorbenen Stelle gesetzct, und alsdenn in dem benannten Buche eingeschrieben, daß an dem und dem Tage der N-R. an des verstorbenen N. N. Stelle, sey zum Priester ausgenommen worden.