Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Neunter und letzter Band (1772)
- Issue
- Zweytes Stück (1772)
- Date
- 1772-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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TS »XO TS 2r Gesetz des Iebovah steißig studirt hätten, und gründlich verstünden? dies beantworteten sie, als große Gelehrte, mit einem freudigen Ja. Man stellte hierauf eine Probe mit ihnen an, und weil sie in derselben sehr wohl bestunden, so nahm sie der König mit gnädigcrn Blicken auf, beschenkte sie reichlich, und gab ihnen die Er.» laubniß, sich in seinem Lande, wo sie wollten, niederznlassen. Diese gegebene Erlaubniß machten sie sich auch zu Nutze. Sie nahmen daselbst Weiber, und zeugten mit denselben Kinder. Ich habe nach der Zeit Briefe von ihnen erhalten, darinnen sie mir schrieben, daß in der dasigen Residenzstadt Dam Efroach) ein- Lehrhaus sey, welches von lauter Perlen, Jubele«, und goldnen Materialien erbauet, und so ein kostbares Gebäude wäre, daß es das ganze Türkische Reich mit allen seinen Schaßen, und Reichthümern nicht bezahlen könnte. — Das ist nun die Erzählung, welche von den einfältigen Juden, (wir meinen, von denen, welche die Traditionen und Lehren ihrer Nabbi» ncn für göttlich halten) für völlig gegründet, und wahr angenommen wird. Kein Beweiß, daß dieselbe Widersprüche, und ganz unmöglich scheinende Dinge enthalte, ist im Stande, ihnen die Glaubwürdigkeit dieser Erzählung verdächtig zu machen: denn die Rabbinen geben sich alle nur mögliche Mühe, sie bey einem solchen Unsinne, und, abergläubigen Wesen zu erhalten. Wir Bz wollen