Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 367 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L-S »X» LK Z67 Geschleckt« abstammte, druch den Zuspruch des Rabbi Davids, bewegen, wieder zu den Juden überzugehen. Nachdem er sich nun hierzu völlig entschlossen hatte, so offenbahrke er sich hierü.nen dem Rabbi David, welcher sogleich mit ihm in ein ander Land zog; da er denn wieder seine vä, terüche Religion, unter dem neuen Namen S«rlcrmon Melker annahm, sich von nun an auf die hebräische Sprache, und Erklärung dcs Gesetzes legte, lind es auch in kurzem darinnen so weit brachte, daß er i» allen Schulen Italiens das schriftliche und mündliche Gesetz auf eine noch nie erhörte Art auslegke, und vortreflich predigte. Auf die bzrage: Aus welcher Quelle er solche Weisheit geschöpfet hatte, gab er zur Antwort , daß sic ihm ein Engel vom Himmel unmittelbar eingäbe. Er war von sehr schöner Gestalt, ausnehmend fromm, zum Erstaunen freygebig, und gab sich übrigens für den Vorläufer des Meßias aus. Rabbi Jftlda bezeuget mit einem Eide, daß dieser neu bekehrte Jude, so lange er in Nom gewesen sey, nicht die geringste Speise genossen habe. Als er nun eine Zeiklang so in Italien herumgesckweifet war, unterfieng ec sich nach tNancua zu reisen, um da mit Kaiser Aarln den sten zu reden; worüber der Kaiser so zornig ward, daß er ihn verbrennen ließ. Weil man vermuthete, daß er sich durch Zauberey von dieser Todesart befrcyen würde, so legte man ihm bey deren Vollstreckung einen Zaum ins Maul. Noch bis auf diese Stunde, sagt