Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 343 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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*XG 44 ihren süßen Traumen abziehen, und sie wider ihre Lehrer aufwiegeln. Er glaube seiner Pflicht genug gethan zu haben, wenn er nur den Rabbinen selbst seine Meinung davon auf eine Vers blümte Weise sagen konnte, und überlaßt so zu reden ihren Gewissen, ob sie noch ferner das Volk in ihrer Blindheit erhalten wollen? Daher entschuldiget er auch diejenigen, welche sich so oft von den falschen Meßiis hätten betrügen lassen; denn er spricht: Ein jeder Jude, der sich wider seine Obrigkeit aufwirft, und die Juden mir Gewalt erlösen will, der hat mit allem Rechte die Vermuthung vor sich, daß er der MeßiaS seyn kann, weil er sonst keine Wunder zu khun braucht. Er giebt hiermit noch vielen andern Betrügern Anlaß, sich Hr den Meßias auszugeben, und den einfältigen Pöbel noch mehr zu hintergehen. Indessen seht er doch wohlbedächrig hinzu, daß wenn künftig einmal ein solcher käme, und das alles glücklich ausführte, nämlich das jüdische Volk wieder nach Danaan brächte, den Tempel baute, u. s. w dieser der Meßias gewiß wäre. Seine Absicht hierbey ist, er will seine Glaubensbrüder auf der andern Seite warnen, daß sie nicht ohne genaue Prüfung, einen jeden für den wahren Meßias halten sollten. Allein wie soll er sich rechtfertigen, daß Er der wahre Meßias sey? keine Wunder sollen nicht geschehen; — die Juden sollen keinen, ohne seine Thaten untersuchet zu haben, für den Meßias ^4' , erken-