Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 277 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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4L OX» 277 kenmale begierig, so ward er in daS Gefangniß des Jammers und der Drangsal eingeschlossen. Es war dieses ein enges Loch, in welchem sich der Gefangene weder legen, noch setzen konnte. Hier gab man ihm einige Zeit nichts anders, als Brod und Wasser, und davon nicht mehr, als daß er sich zur Noth das Leben damit fristen konnte. Wenn man nun glaubte, daß er genug ausgehungert sey, so gab man ihm auf einmal die besten Speisen, und dieselben »m lleberflusse. Diese mußte der Gefangene essen, und durch diese schleunige Veränderung, welche seinen verfallenen Eingeweide sehr nachthcilig war, seinen Geist aufgeben. Hatte sich der Hohepriester so weit vergangen, daß man ihn geißeln mußte, so trat diese Strafe seinen Verdiensten und Ansehen nicht zu nahe, sondern gleich darauf begleitete er wie vorher, die Würde eines Hohenpriesters. Hatte aber der Oberste des Synedrii sich der Geißelung schuldig gemacht, so wurde er nicht allein seines Amtes gänzlich entsetzet, sondern man nahm ihn auch von nun an nicht wieder in das Synedrium auf. In dem achtzehnten und neunzehnten Rapikel wird diese Materie weiter ausgeführet, und wir glauben, es sey Pflicht, auch hiervon das Merkwürdigste unfern geneigten Lesern mitzutheilen. Alle, welche ein Verboth übertra« ten, wodurch sie sich die Strafe der Ausrottung, oder auch NTNS Misse Bide Schammajini, d. i. die sich einen aus S z str-