Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Siebenzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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»;8 OXO dem Altäre deines Gottes dir keinen Hain dort al!-'r!ey Holz pflanzen, z Mos. i6, ri. — „Ihr sollt euch neben mir weder goldne noch silberne Götter macken," r Mos 20, 20. (Mnimoindes versteht unter dem Holze solche Personen, die die gehörigen Fähigkeiten nicht besitzen, und unter den goldnen und silbernen Götzen, Männer, die sich durch Bestechung ins Amt eiligeschlichen haben.) Daher haben unsre ersten Weisen ganz vortreflich gesagt, daß man das obrigkeitliche oder richterliche Ehrenkleid eines solchen Mannes für nichts anders, als für eine Eselsdecke ansehen 'sollte. Ein rechtschaffner, gortesfürchriger, und gründlich gelehrter Mann sucht vielmehr die richterliche Würde von sich abzulehnen, als sich in dieselbe mit Gewalt einzudrängen. (Glücklich ist das Land, wo die Gerichte also beschaffen sind!) —— Das vierte Aapitel handelt von der kl^vo Gemlcha, d. i. von der Ordination, oder dem Händauflegen, wodurch nämlich ein Richter zu seinem obrigkeitlichen Amte eingcwcihet wurde. Diese Feyerlichkeit mußte, so wohl bey dem großen, als den kleinen SynedriiS, und den aus z Personen bestehenden Gerichten, wenigstens an einem Mitglieds vollzogen werden. So wurde Iostra von unfern Lehrer Moses zu seinem Amte eingeweihet, und bestätiget: Denn es stehet ausdrücklich 4 Mos. 27, 22 2z. „Er (Moses) stellte den Isostm vor dem Priester Elenstrp, und der ganzen Gemeinde, legte seine