Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Zwölftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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47» LS »X» brannk, alle Gerechte geködert, und «ns aus uv» ferm Lande vertrieben hak, noch bey uns? soll er noch immer unter uns herum Hüpfen und springen? sollen wir keine Belohnungen anders als Lurch ihn erlangen können? Wir bitten dich, o Gott, nimm doch diesen schädlichen Geist von uns! wir mögen ihn nicht, und wünschen, wenn es auf kettle andere Werse möglich ist, lieber gar keine Belohnungen zu erhallen. Nimm ihn doch von uns, o Herr! Auf dieses ängstliche Geschrey öffnete sich der Himmel, uud zum Zeichen, Laß ihr Gebet erhöret wäre, siel ein Zettel Nut dem göttlichen Siegel zu ihnen herab, tcs war «ämlich das Wort nvdr Emmeß d. i. Wahrheit, darauf geschrieben.) Darauf hielt das Dolk ein dreytägiges strenges Fasten, wie!» nicht Don dem Tempel, und brachte diese ganze Zeit in Bußübungen und Geber zu. Bald hernach da sie stchS am ivenigsten vermucheten, sahen sie einen jungen feurigen Löwen aus dem Allerheiligsten heraus gehen, der auf der Flucht zu seyn schien; zugleich höreten sie den Prophet Zacharias rufen: Auf! auf! ergreifet ihn! Das ist der Hetzer Horra, geschwinde herbey! lasset ihn nicht entfliehen! „Das ist die gottlose Voßhcit." Aach. §, Z. Diese Worte des Propheten machten dem Volke Mukh, so daß es sich für den schrecklichen Anblick des feurigen LöwenS nicht weiter fürchtete, sondern vielmehr in solche Wnth gerieth,daß der ganze Haufen auf den Löwen losstürmte, und ihn mit gesammter Macht gefangen