Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Achtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 122 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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r-2 22 EX» 2^ fchaftlich und bescheiden umgegangen? u. d. m. Kann nun der Sterbende diesem strengen Examinator die ihm vorgekegten Fragen besahen, so dient solches zu einer großen Erleichterung seines Todes; denn alsdenn wird seine Seele mit einer solchen Geschwindigkeit von denr Körper getrennt, wie man ekwan ein Haar aus der Milch zieht, Bleibt aber der Sterbende auf diese Anfragen die Antwort schuldig, welcher Fall bey den allermeisten vorzukommen pstegk, so wird er von dem Todesengel auf das grausamste gequält, und gefoltert : denn dieser reistet nunmehr die Seele mit Gewalt, und unter den entsetzlichsten Schmerzen, von ihm los, so wie man etwa Wolle von Pech oder Dornen reistet. —, Wir bedauren hier den jüdischen Pöbel, und hauptsächlich unter ihnen das Frauenzimmer, welches diese greulichen Lehren ihrer Rabbinen alle buchstäblich und pünctlich glauben muß. Die Rabbinen aber und Gelehrten, gehen sie nichts an, indem sie eine genaue Freundschaft mit dem MalschHarnmoweß errichtet haben. Man findet deswegen in ihrem Talmude zum öfter», daß sie sich eines ganz besonder« und vertrauten Umganges mit demselben rühmen, und vorgeben, daß er ihnen aus Freundschaft und Liebe alle seine Geheimnisse ohne Zurückhaltung offenbaret habe. So rühmet sich z. E, Rabbi Issvs, der Sohn Levi, im Talm. Tr. Berschst S. s8. C. r. Der Engel des Todes hat mir folgende drey Geheimnisse entdeckt: i - Wenn du, rieth er, dich