Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Achtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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N8 LU LU geschaffen, gebildet, und nur den Körper Mosts zu meiner Wohnung gegeben hast. Ich weiß auch, daß die ivo Jahre meines bestimmten Aufenthalts verflossen sinh. Aber ist wohl ein reinerer und besserer Leib auf der ganzen Erde zu finden, als derjenige, den ich bieher bewohnet habe? denn er ist nie mit den Unreinigkeiten und Schandtaten der übrigen Sterblichen befleckt worden, Ich liebe diesen Körper, und es ist mir unmöglich, eine so reine und heilige Hütte zu verlassen. —, Doch der in seinen Rathschlüssen unveränderliche Gott bestund auf seinem Gebote, und redete die Seele Mosts ferner an: Gehe immer heraus, Meine Tochter! Ich will dich dafür in die seligen Wohnungen des Himmels versetzen. Du sollst unter dem Throne meiner Herrlichkeit eine Stelle deines künftigen Aufenthalts, empfangen. Du sollst in der Gesellschaft der Cherubim und Seraphim, und aller himmlischen Heerschaaren vor meinem Angesichte dienen. Laß mich doch, ftchr nichts desto weniger die bekümmerte Seele zu bitten fort, laß mich doch in tziesem heiligen Leibe, der warrlich weit mehrere Vorzüge, als die Engel selbst, besitzet, noch ferner verweilen. — Ist dir denn nicht bewußt, hckß die beyden Engel Aß<r und Aßael die Wohnungen deiner Herrlichkeit verlassen, und ihr Vergnügen unter dry Töchtern der Menschen gesucht haben? Dieser göttliche Leib hat von der Zeit an, da du dich ihm das erstemal im Dornbüsche offenbartest, kein Weib wieder berühret. Vcr-