Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Fünftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2577043-2577055-9903561--3163-2580059- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
*x* 44 75 unter Anstimmung der schönsten Mustek so um sie herumhüpften, und tanzten, wie etwa die Hochzeitgäste in Gegenwart eines neuen Ehepaars zu thun pflegen. . Einer von ihnen rief zu gleicher Zeit aus dem Feuer: Eliescr, du Sohn 2lrnch, du hast recht; der herrliche Wagen Gottes ist würklich so beschaffen wie du ihn abschilderst. — Wir würden nicht fertig werden, wenn wir alle rabbinische Zengnisse von musicirenden und tanzenden Engeln beybringen wollten. Unsere Leser werden sich außerdem noch erinnern, daß die Engel denen Gerechten jm Paradiese täglich eine Mustek aufführen müssen, und wie herrlich und zahlreich sie unter der Anführung des großen Gottes selbst bey dem künftigen prächtigen Mahle der frommen Juden musiciren, springen, und tanzen sollen. Die Rabbinen schildern uns die Engel ferner als neidische, und mörderische Geister, welche zum öftern die große Glückseligkeit dieses, oder jenes Sterblichen beneidet, und sich bey Gott darüber beklaget hätten; ja welche sogar den Heerführer Moses selbst wegen der hesondern Liebe, welche die Gottheit gegen ihn hegte, hätten lösten wollen. Doch übergehen wir dieses mit Stillschweigen, weil wir schon hier und da in unserer Wochenschrift etwas davon erwähnet haben, und auch künftig noch zu erwähnen, Gelegenheit haben werden. Sie lehren weiter, daß wenn Gott einen Engel zu gewissen Verrichtungen brauche, er ihm nicht