Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Achter Band (1771)
- Issue
- Fünftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 66 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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«6 4L GXG ten und zu seinem Linken stehn ";) den Thron Gottes umgeben, die sein Bestes reden, und ihn zu entschuldigen suchen. Allein derjenige, welcher sein Geld auf Wucher leihet, findet keinen einzigen Vcrkheidiger unter ihnen, nach Ezech. 18, l z. "Er giebt auf Wucher, und nimmt Zinß. Sollte ein solcher leben? Er soll nicht leben." Hingegen ein jeder Jude, welcher seinem Bruder ohne Zinsen leihet, thut eben so viel, als wenn er alle göttliche Gebote gehalten hätte: denn David fragt Ps. i;, l. "Herr, wer wird in deiner Hütten wohnen?'' und antwortet sich darauf v."Wer sein Geld nicht auf Wucher giebet." Eine andre Verrichtung der guten Engel erzählet Rabbi Jochanan im Talm. Tr. Bava Batra S. 7;. C. 1. bey Erklärung der Worte Jes.;4, i2. "Ich will deine Fenster aus Crystall, und deine Pforten aus Carfunkelsteinen machen." Sie sollen nämlich nach dieses Rabbi Lehre die Ungeheuern Edelsteine, welche zum Tempelbaue bestimmt find, behauen, und poliren. Ei» ungläubiger Schüler, welcher dieses in Zweifel zog, der aber einige Zeit hernach bey einer Schiffahrt zur größten Verwundrung' die Engel würklich über diesen Geschäfte antraf, erzählte bey seiner Zurückkunft diese Erscheinung seinem Rabbi, welcher ihn aber seines vorigen Unglaubens wegen so nachdrücklich, und zornig anblickte, daß er in einen Steinhaufen verwandelt wurde.