Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 350 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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340 »X* 24 „Es gebühret sich nicht, daß ihr, und wir das Haus unsers Gottes bauen sollen." — Die schrecklichen Verfluchungen welche über einen solchen Verbannten ausgesprochen werden, können wir unsern Lesern nicht besser, als durch die Uebersetzung einer in Buxtorfs Talm. Lexici? S. 828. befindlichen Bannformel bekannt ma« chen. Sie lauter also: Nach dem Unheil des Herrn aller Herrn sey un Banne —, der Sohn — in beyden Gerichrshäustrn, nämlich in dem obern himmlischen, und in dem auf unsrer Erde; im Bann der obern Heiligen; im Bann der Seraphim, und Ophanrm; und im Bann der ganzen Kirche, aller großen und kleinen Gemeinden; — Es müssen über ihn große und gewisse Plagen, viele und schreckvolle Krankheiten kommen; Sem Haus sey eike Wohnung der Drachen, und sein , Masut, d. i. Glücksstern, verfinstre sich über ihn in den Wolken; Cr sey auf immer ein Gegenstand der Rache Gottes, und seines gereckten Grimms und Unwillens; Sein Aas oder Leichnam werde der wilden Thieren, und Schlangen zur Spessß vorgeworfen. Es müssen sich über das Elend, unrer welchen er seufzet, seine Femde und Widersacher freuen. Seme Reichthümer, sein Gold und Silbet müsse andern zu Theil werden, und alle seine Kinder an den Thüren ihrer Fein« de betteln. Ueber seinen Tag, über den Tag feiner Verfluchung müsse die Nachkommenschaft erschrecken; Er sey verflucht aus dem Munde!