Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Vierzehntes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 220 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»IS 4L »X* delt; darum wären ihm auch von seinen Feinden, die Augen ansgestochen worden. -- Abstrloin hätte hoffärtig mit seinen schönen Haaren gepranget; darum sey er auch an ihnen hängen geblieben; eben derselbe habe.mit den io Kebsweibern^ seines > Vaters Hurerey getrieben; dafür hatten ihn die Knechte Joabs mit io Ganzen durchstochen. Er habe ferner das Herz seines Vaters, deshöchsten Gerichts und des ganzen Volks gestohlen, (d. i. mit seiner Heuekeley, und listigen Verstellungskunst betrogen > dafür wäre das Seinige mit dkey, Spießen durchstossen worden. — Also werde auch (S. zy.. C. 2.) der Mensch eben damit bestrafet, womit er gesündiget habe. Wer z. Eandre verläumdete, der würde wieder verläumdet werden. — Sündigte jemand mit den Ohren, sodaß er die Schmach andrer gerne hörte,-der müsse zuletzt seine eigne Schande hören. —— Der falsche Mathgeber werde arm, der unnütze Schwätzer krank; den boshaften Spötter erwarte ein ohngefähres Unglück; der gewissenloße Sünder, welcher andre mit zu seinen Bosheiten verführet, werde durch den Tod seiner Frau , und aller seiner Kinder bestraft. — . Das zweyte Gericht, welches mit einem jeden Menschen nach seinem Tode vorgenommen wird,haben wir in unserM 6ten Bände S?z 8 zur Gnüge beschrieben. Es bleibt uns also'Üoch übrig, die Meinungen der Juden von dem'. dWten, oder dem sogenannten jüngsten Gerichte zu erzählen,