Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Sechstes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2577043-2577053-9903530--2750-2579669- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
«6 »x« sinnig gehalten, und so lange in das Gefängniß der Inquisition gelegt, bis seine Vernunft wieder zurück kehrte. — Das wären also die vornehmsten Afterniessia, die wir zu einem Beweise der Jüdischen Leichtgläubigkeit aus guten Quellen kürzlich haben recensiren wollen; nicht als ob sie dieses alle wären, sondern weil diese angeführten just das meiste Aufsehen unter ihnen gemacht haben, dahingegen eine Ungeheuern Anzahl von Narren und Betrügern dieser Art, von denen Juden selbst, weil sie sich ihrer schämen, mit Fleiß verschwiegen, und einer ewigen Vergessenheit übergeben werden, so daß wir Christen gar keine Nachricht davon erhalten. So ist uns z. E. eine ganz neue hieher gehörige Geschichte von einem glaubwürdigen Converso aus Mähren erzählet worden, welche beweiset, daß solche Mechanische' Irrlichter bey den Juden gar nicht seltsam sind. Es gab sich nämlich vor einigen Jahren in Mahren ein gewisser EibesHütz, der einen großen Staat formirte, einen Orden tnch, sich Baron nennen ließ, Md in» einem mit sechs Pferden bespannten Wagen fuhr, für den König Meßias aus. Die meisten dasigen Juden, welche ein so prächtiger Aufzug frappirte, zumal da sie die Geldquellen nicht entdecken konnten, die Eibeschütz zu seinem Staate nöthig hatte, waren so gefällig, ihn für ihren Erlöser anznnehmen. Ja dieser Erzbetrüger wüste seine Rolle so fein zu spielen, daß er auch so gar einige kurzsichtige und einfältige