Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Sechstes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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»xO «r von Eiseustadt gebürtig. Seinen Anhang erwarb er sich durch seine große Gelehrsamkeit, und eine übi raus strenge, und eingezogene Lebensart, indem er seine meiste Zeit mit Fasten, Beten, und Weinen zubrachre, und die häufig unter den Juden im Schwange gehenden Laster eifrig bestrafte. Allein mit seinem bald erfolgten Tode verschwand zugleich ihre Meßianische Hofnung wieder. Man könnte bermuthen, die Juden der neuern Zeiten sollten durch die Thorheiten ihrer Vorfahren , und durch ihren Schaden gewarnek worden seyn, allein sie sind immer noch so blind und blödsichtig, daß ste der allergeringste Auschein einer Möglichkeit mit einer benüglichen Hcfnung erfüllet. Im Jahr 1700 verbreitete, sich unter ihnen ein Geschrcy, daß in Jerusalem an eben dem Orte, wo ehedem der Tempel, und das Allerheiligste gestanden habe, eine lebendige jerquclle entsprungen seyn sollte, die se.t der Zerstörung des Tempels versiegt gewesen, vorher aber put Honig süssen Wasser geflossen sey. Was war denen Rabbiuen leichter , als dieser Duelle aus Joel z, 18. „Zu derseibigen Zeit werden die Berge von Most triefen , — und ein Brunn wird aus dem Hause des Herrn Herr ausfließenund Zach. 14, 8. „ zu derselbigen Zeit werden von Jerusalem lebendige Wasser herausfließen," eine auf die Zeiten des Meßiatz paffende Deutung zu geben? Hundert undzwan- § 2 zig