Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Fünftes Stück (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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»X* LS 77 einer zu besorgenden Unordnung zusammen gelaufen waren, von denen Rabbinen mit einer Summe von 5000 Kronen wieder beruhiget werden mußten; Sabbatbai Sevi aber ward als der Urheber dieses Aufstandes wieder aus Jerusalem verbannet Allein da er mit Geld, und andern Bedürfnißen auf das reichlichste versehen war, so wurde er von diesem Schicksale nicht niedergeschlagen, sondern reifete voll neuer Prosecce der Zukunft, von einem zahlreichen Schwarme Anhänger begleitet, wieder nach Gmiriia, und ward daselbst mit vielen Freudensbezeigungen bewillkommet. Nachdem er allhier sein Ansehen genug^befestigek zu haben glaubte, so verbor er von nun an den Juden, weiter öffentlich für den türkischen Kaiser zu beten, und dagegen befahl er an dessen statt seinen Namen in die öffentlichen Gebete zu sehen. Ja, er war seiner Sachen so gewiß, daß er schon die Aemter seines künftigen Reiches unter seine Freunde auecheilte, und jedem aus ihnen den Namen eines aus der jüdischen Geschichte berühmten Mannes gab. Dieser Uebermuth war der Vorbothe seines nahen Falles, welchen seine Feinde, die er noch unter den Juden hatte, und die den Türken specielle Nachrichten von seinen Unternehmungen ertheilten,beschleinigten. Sevi wollte im Januar 1666. nach (Lonstantinopel reisen, und daselbst als der Juden - Heiland seinen öffentlichen Einzug halten; als er aber nahe zu den Dardanellen kam, wurde er von einen» Türki.