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Der Jude · 1771-01-01 · Fünftes Stück (1771) · p. Seite 75

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Siebenter Band (1771)
Issue
Fünftes Stück (1771)
Date
1771-01-01
Page
Seite 75 (sequence 11)
Language
German
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LL *x« 75 Doch einer der unverschämtesten, und größten Betrüger war Sabbathai Sevi, der sich Anno 1666. zum Meßias aüfwarf, und fast bey allen in der ganzen Welt zerstreuten Juden einen allgemeinen Beyfall fand. Seine Geschichte ist kürzlich diese. Er war zu Smirna in Nakolien gebohren. Sein Vater hieß Mar» dochai Sevi aus Morea, anfangs ein Eyer- und Hünerkrämer, nachmals ein Geldwechsler in Smirua. Der junge Sevi legte sich «auf das Rabbinische Studium, und brachte es auch darinne in kurzer Zeit soweit, daß er schon in feinem 2. gsten Jahre Rabbi ward. Weil er sich aber schon damals der Hckerodoxie schuldig machte und sich insonderheit unterstund, den heiligen Namen MN'' Jehovah, den die Juden mit Adonai verwechseln, unverändert auszusprechen, so wurde er von seinen Landsleuten aus Smirna vertrieben. Er schwärmte hierauf einige Jahre herum, und begab sich 1662 nach Jerusalem, wo er von denen da wohnenden Juden mit vieler Freude ausgenommen wurde, und z. ganze Jahre in so großen Ehren unter ihnen lebte, daß sie ihn so gar als einen Gesandten nach Aegypten schickten; eine Bedienung zu welcher man nur, die vornehmsten und hochgeachtesten Rabbiuen zu wählen pflegt. Als er sich ohngefähr 2 Tagereisen von Jerusalem entfernt hatte , traf er in der Stadt Gaza, einen deutschen Juden, Namens Nathan Levi an, der seine Studien zu Jerusalem vollendet, und eines

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