Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Siebenter Band (1771)
- Issue
- Titelblatt Erster Band, Vorbericht, Inhaltsverzeichnis usw. (1771)
- Date
- 1771-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Vorrede. s) Daß unsre Wochenschrift nicht allemal bequem und lehrreich genug für gelehrte Leser abgefastet sey. Der Hr. Prof, werden doch wohl wissen, und es auch aus dem ganzen Werke selbst abstrahiren können, daß wir weder für den gelehrten, noch ungelehrten Leser allein, sondern für bepde zugleich schreiben. Wir müssen also auch unfern Juden für beyde lehrreich und unterhaltend zu machen suchen. — z) Daß einige unsrer gemachten kabbalistischen Anmerkungen ganz unnütz waren, andre dagegen mehr aufgeklart, und gemeinnütziger hätten gemache werden sollen, was helfen, (spricht er z. B.) die Erklärungen der kabbalistischen Denkfäden? — Oder hatten vielleicht schon die al» ten Pharisäer ihr Absehn auf die Gematrie?' Mir Nichten! — Sie dienen also zu weiter nichts, als etwa die Register einiger Thorheiren zu vermehren. — Wollten wir denn etwas anders, als die Thorhelten der neuern Juden, in ihrer Religion aufdecken? Sollte diese Absicht wegfallen, so mußte unser Jude ungeschrieben bleiben. Oder wie konnten wir von den jüdischen Gebrauchen füglich die kabbalistischen Grillen trennen,und sie ganz mit Stillschweigen übergehen, da,die Juden bey aller Gelegenheit, yud sonderlich bey ihren Gebeten, bey der Anlegung der Tephillim und dem Gebrauche der Denkfäden, ohne daß sie selbst ihre mystische Bedeutung wissen, auf sie gewiesen werden? — lind woher weiß denn der Hr. Prof. Schmidt so gewiß, daß die alten Pharisäer ihr Absehn dabey nicht mit aufdie Gematrie gerichtet haben? Was wollen die abgezählten Lnoten und Umwicklungen bey den Denk-