Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Vier und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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*XO LK;7die wir seine Lehrjünger waren: höret, meine Söhne, eben jetzt befehlen mir diese bcyden hei, ligen Männer, welche hier begraben liegen, euch zu ermahnen, daß ihr für das Leben des Meßiä, des Sohns Josephs bitten sollet, damit er sc», bald nicht sterbe. Nun hatten wir zwar damals nicht den Verstand, ihn zu fragen, wer denn der Meßias, der Sohn Josephs sey? da aber dieser unser Lehrer wenige Tage hernach in die höhere Schule gefedert ward, (v. i. starb) so wurden wir leyder gar zu spät gewahr, daß er selbst diese große Person gewesen sey, welches er aber aus großer Demuth nicht hatte offenbaren wollen. Einsmals, heißt es daselbst weiter, gieng er mit uns an einem Freyrage kurz vor dem Eintritt des Sabbats aus der Stadt Zephat ins Feld, um allda den Sabbat zu erwarten; Da wir nun daselbst unterschiedene Psalmen und heilige Lieder absungen, sprach er auf einmal) lieben Kinder, ist es euch gefällig, so wollen wir den Sabbath in Jerusalem feyern. Da aber Jerusalem 2; Meilen von uuserm,Orte entfernet war, so entschuldigten sich einige von uns damit, daß sie von einer so weiten Reise zuvor ihren Weibern und Kindern Nachricht geben mußten. Auf diese unschickliche Einwendung er? schpack der Rabbi entsetzlich, schlug die Hände zusammen, und rief aus: wehe uns, daß wir nicht würdig sind erlöset zu werdesi! O! wäret ihr doch einmüthig und freudig jetzt mit mir nach Jerusalem gegangen, gewiß ganz Israel wäre Aa» > alsdenn