Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 354 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2577043-2577052-9903521--2593-2579520- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Z54 HM , riren. Allein man darf ihre Schmierereyen nur lesen , lim sich von dem Gegentheile zu überzeugen, wie denn diejenigen die wir bisher angeführet haben, zu diesem Zwecke hinreichen, um nämlich daraus zu erkennen, wie zuverläßig sie ihre Aussprüche einrichken, und wie für untrüglich gewiß sie ihre Rechnungen ausgeben, llnter diese Classe gehören Rabbi Saadia, Rabbi Mojes aus Aegypten, Rabbi Mojes Geruudi, Rabbi Levi Ben Gersön, Rabbi Galomon, und Rabbi Abraham, Söhne des Rabbi Lhia, Rabbi Abraham Sachuth, Rabbi Mardachai Dato und Abarbanel, diese alle haben selbst nach dem Urtheile des Rabbi Gedalia durch ihre Chronologischen Rechnungen deswegen eins närrische und unnütze Beschäftigung unternommen ,weilsie ein Problem haben auflösen wollen , das selbst dem Daniel (Dan. 12,9.) unverständlich und unerforschlich blieb. Der Vernünftigste unter allen, die über diese Sache geschrieben haben, ist der Rabbi Sera, welcher einmal einige gute Freunde, die er über solchen Meßianischen Rechnungen mit glüender Stirn, antraf, also anredete: „ich bitte euch, lieben Leute, lasset doch von diesen fruchtlosen Bemühungen ab, durch die ihr verursachen könnet, daß der Meßias immer länger außenbleibek. Denn wisset ihr die Seutenz unserer Alten nicht? drey Dinge , sagten sie, kommen von ungefähr, und wenn man sich derselben am wenigsten verstehet: Der Meßias,ein Schatz und ein Skorpion.