Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 319 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2577043-2577052-9903518--2555-2579485- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
HS HM -LS Z'9. Mit folgenden Worten ab: dieses ist die Pforte des Herrn , in welche nur die Gerechten eingehen. Er versetzte: ich bin ein großer hochgeachteter König, und wenn ihr mich )a nicht einlasten wollet , so gebet mir zum wenigsten etwas als ein Wahrzeichen mit. Auf dieses Begehren reichte man ihm einen Todtenköpf hinaus , welchen er zü sich nahm; lind da ihm dieses Geschenk sehr bedenklich schien, so nahm er denTodtenköpf, legte ihn in eine Wagschüle und woZ ihn, um vielleicht das, Näthsel hiervon, Nach den Pfunden abzuwagen; allein alle sein Dold und Silber wär nicht hinlänglich die SchwM dieses^ Kopfs zu überwiegen. Das ward ihm . noch ' unbegreiflicher., und nöthigte ihn, sich mit seinem Wunderkopfe,' all die hochweisen' Rabbinen zu wenden, Diese konnten ihm seinen Zweifelsknoten gär bald auflösen, indem sie sagten: daß dieser Töd'tenkopf alle sein Gold und Silber überyiiege,sollegleichsam eineAbschattling.und cinBild - seiner Habsucht seyn. klm ihren Worten ein desto größeres Gewicht zu geben, bewiesen sie ihre Errlqrung: aus, Sprüchw. 27, 20. wö es heißt: „das Grab und die HöllL werden nimmer gesätkiget, und die Augen des Menschen werden nimmer satt;/' dazu machten sie noch den Versuch und bestreuten den Tobten köpf mit ein. wenig Erde, worauf er eben so leicht ward, als jeder - anderer Todtenkopf. —> So sonderbar und widersinnisch nur auch die Meinungen der Rabbinen vom Paradiese sind,ivo'rü- . der