Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 301 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L4 »X» ' Svr G. r. dis allerschönsten Menschen gewesen, gleich ist. Noch einer großen Hauptveränderung sind die Gerechten unterworfen, nach welcher sie sich in einer Nacht, so zu sagen, dreymal müssen umschmetzen lassen: denn in der ersten Nachtwache (unsre Leser belieben sich zu erinnern, daß die Nacht bey den Juden in drey Misch moros, oder Hüten, Wachen, abgetheilt ist) werden die Gerechten den Kindern gleich, da man sie dann in den abgesonderten Ort des Paradieses, in welchem lauter junge Kinder sind, hineinführet , damit sie sich mit ihnen freuen können. In der zweyten Nachtwache werden sie in Jünglinge verwandelt, damit sie der Freude der Jünglinge in ihren Behälknißen, auch theilhaftig werden; und in der dritten Nachtwache werden sie wieder zu alten Greißen umgeschaffen, um sich mir den lieben alten Gerechten an ihrem Orte des Vergnügens , ebenfalls zu ergötzen. (Diese dreyfache Verwandlung ist nur deswegen erdacht , um es begreiflich zu machen, auf was vor Art es möglich sey , daß ein Gerechter im Paradieße, die Freude des ganzen menschlichen Alters, so zu sagen, auf einmal und in einer Nacht wegschnappen könne.) Ferner ist in dem Paradiese eine fast unzählbare Menge der herrlichsten Bäume anzuzutreffen. Denn in jedem Winkel sollen allein 8O0000 Gattungen derselben zn finden seyn, von welchen der geringste weit herrlicher als /