Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Siebenzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 271 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2577043-2577052-9903515--2504-2579437- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
4L OXO °7l Heren, welcher gegen die Barmherzigen Darm- Herzigkeit erzeige. Ueberdieses wäre ganz Israel eine Familie , die sich wie Brüder lieben sollten, nach den Ausspruche: „Ihr seyd Kinder eures Gottes." Und wenn sich nicht ein Bruder des andern annehmen will, wer soll es sonst thun? Soll er sich zu denen Heiden wenden? — Daher wird derjenige, der sich des Allmosengebens weigert, in der heiligen Schrift eben so wohl als der Abgöttische Belial genennet. Denn von den Abgöttischen heißt es 5 B. Mos. r z, i z. „es sind Männer, Kinde? Belials herausgegyngen." Und von den Lieblosen:; B. Mos. is, 9." Hüte dich, damit in deinen Herzen nicht sey die Sache Belials, oder Belials Tück, wie es Luther ausdrücket. Ferner werden sie Rosche, Bösewjchter und Sünder genennet, Und der Heilige Hochgelobte ist dem Flehen der Armen nahe. Daher sich ein jeder vorzusehen hat, bey ihrem Flehen nicht unbarmherzig zu bleiben. Denn Gott hat versprochen, daß, wenn er (der Anne) alsdenn zu ihm schreyen würde, er ihn hören wolle, denn Er sey barmherzig, Wer aber einem Armen etwas schenket der soll es mit heitrer Mine , und frölichen Herzen thun, ihm auch dabey tröstlich zu sprechen, und seine Noch beklagen , nach dem Exempel Hiobs; Cap. 80, 2;. „Ich weinete ja in der harten Zeit, und meine Seele jammerte der Armen.—-Denn wenn jemand einem Armen tausend Gulden, aber mit unfreundlichen und verächtlichen Blicken, aus Stolz