Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Achtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-14 22 OX* 22 ren, und sich weg zu begeben; und damit er die bußfertige Sünderin nicht mehr quälen möchte, so gebot er ihm,daß er seinen Abmarsch durch die .kleine Zähe des linken Fußes nehmen sollte. Dabey ließ er denn die fürchterlichen Enaelnamen erschallen, die ihm sein Lehrer vorgeschrieben hatte, und was er für andre Grimassen machte. — Und siehe, plötzlich schwoll die kleine Zähe des linken Fußes so augenscheinlich, daß sie die Größe einer Riebe bekam, und — weg war der Geist! — Ganz weg? O nein! diese weibliche Herberge hatte ihm so wohl gefallen, daß er noch vier Nächte hindurch um die Fenster des Hauses herumgesiattert, und diese Gegend nicht ohne. Sehnsucht verlassen hat. Denn endlich ward er durch den unbarmherzigen Geisterbeschwerer völlig fortgescheucht. Siehe also, gottseliger Leser, erinnert hieraufunser Verfasser, wie die gottlosen Geister selbst verbunden sind, die wahre Beschaffenheit der Sache anzuzeigcn, und wie alles so vortresiich mit der höchsten Vernunft und Wahrscheinlichkeit übereinstimmr. — O ganz vortreflich! An diesem großen Vorzüge der Seelenwanderung aber, haben, welches wohl zu merken ist, die einzigen Juden mit Ausschließung aller andern Nationen, alleine Theil, und nur selten erstrecket sie sich auch nur auf ihr Frauenzimmer, als welches nur dann und wann geschieht. Wir sind ihnen von Herzen verbunden, daß sie die Gütigkeit haben und uns mit dieser herrlichen Wobl-