Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Sechstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 87 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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L4 EX» 87 Seele nach gar in Teufel und böse Geister verwandelt worden, welche ohne die geringste Ruhe, immer unstät und flüchtig seyn müssen. Rabbi Menachem von Rekanat behauptet in seiner Erklärung der reinen und unreinen Thier« , daß es auch unter den letztem Cabbalisten viele gäbe, die der Versetzung der Menschenseelen in Thiers statuirten, und zwar auf diese Manier. Wenn der Mensch eine einzige Sünde mehr als gute Werke gethan hat, so wird ihm gar ein unreines Thier zur Wohnung angewiesen, welches die Worte 3 Mos. 11,26. „Und das nicht wiederkäuet, soll euch unrein seyn," nach der hohen Vernunft der Cabbalisten, anzeigen sollen. Wenn er aber über seine guten Werke wiederkäuet, d. i. wenn er mehr gute Werke, als Sünden gethan hat, so führet seine Seele in ein reines und in der heiligen Schrift zu essen erlaubtes Thier. Wofern er aber Abgötterey, Blutschande und Mord begangen; so führet er, und wenn er auch schon mehr gute Werke wiedergekäuer hat, dennoch in ein unrein Thier. Die geheime Anzeigung dieser Lehre soll übrigens in dem Verbote des Caninchens, des Cameels und des Schweins verborgen liegen, ( weil nämlich diese Thiere, obgleich einige Wiederkauen, und andere gespaltene Klauen haben, dem ohngeachtet verboten sind.) Sie gehen in dieser überaus vernünftigen Erklärung noch weiter, und suchen aus z B. Mos. 20, 18. „Ihr sollt eure Seelen nicht ab- F 4 scheu?