Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Sechstes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 85 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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IS »X» LS 85 sa oft in diesem Mer. — Der vierte Beweis, welchen unser Verfasser aus seinem eigenen Gehirn hinzu Isetzt, bestehet darinnen: Wenn die Seelen nicht nach dem Ausspruch Salomons, Pred. 1,4. „ein Geschlecht vergehet, und ein Geschleckt kömmt „ von Geschlecht zu Geschlecht in andere Leiber versetzet würden, so müßten dieselbigenvon einer unendlichen Zahl seyn, welches doch ein grosser Irrthum ist , ( doch Lewiß nicht sogroß, als der seinige,) denn der heilige Gott Hat in seiner endlichen Welt keine unendlichen Creaturen erschaffen, da so gar die Anzahl der Engel, welche sehr groß ist, nach Dan. 7, io. zu zahlest sind, denn da heißt es: „tausendmal tausend dieneren ihm, und io tausendmal ro tausend stunden vor ihm." (Kann es deswegen .nicht noch/ mehrere geben?) Da aber die menschlichen Seelen nicht edler/ als die Engel sind, warum sollten sie unendlich und unzahlbar seyn? (Wer heißt denn den Herrn Rabbi eine unendliche Zahl annehmen? sehr groß ist noch nicht unendlich.) Es ist also unstreitig , daß die Seelen wieder kommen und in andere Leiber versetzet werden, obgleich bisweilen auch dann und wann sine mit unterläuft, die von ihrem ersten Ursprünge ganz nagelneu in ihren Körper versetzt, wird. So haben auch unsere weisen Rabbinen gelehret, daß der Sohn Davids, d. i. der Meßias, nicht eher erscheinen werde, bis alle Seelen die in Leibern sind, ein Ende nehmen, oder bis die Seelenwanderung aufhören wird, Fr (dH.