Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Fünftes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 69 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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LS OX» LS 6dene Arten gemartert und gegualet werden. Diese Gruft ist übrigens so stockfinster, daß sie mit einem Worte: auch die Schreckensnachk benennet wird. Daher sich sowohl die obern als untern Geschöpfe gar sehr für derselben fürchten; wie man aus Hohel. Salom.^z, 8. und zwar aus den Worten: „Um der Furcht oder des Schreckens willen in der Nacht" ersehen kann. Viele Gerechte haben deswegen Gott bey ihren Lebzeiten angeflehet, daß er sie diesen abscheulichen Ort nicht wolle sehen lasten. Die vielfachen Arten und Gattungen der Dualen und Plagen, womit die Verdammten nun in diesen Wohnungen des Schreckens beleget werden, recensiret Rabbi Iosna, der Sohn Levi in folgender Reihe: als ich, erzählt er, einstmals unterwegens den Propheten Elias ankraf, so redete er mich an, und fragte, ob ich wohl Lust hätte, ihn an die Pforten der Hölle zu begleiten. Ich nahm diese Einladung an, und Himmel was bekam ich zu sehen, als wir daselbst ankamen. Ich sähe Menschen, an ihren Nasen, andere an den Händen, andere an den Zungen, an den Augen, an den Füssen, Weiber, an ihren Brüsten aufgehangen, l nicht auch welche an den Bärten?) Ich sähe Menscheist, die ihr eignes Fleisch fraßen, Menschen, die mit glühenden Kolon gespeiset wurden , Menschen , die ihren Hunger mit klarem Sande sättigten, wovon ihnen die Zähne stumpf und abgebrochen waren, und zu welchen der Heilige und Hochgelobtc sprach: Ihr Es , Böse-