Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Viertes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 60 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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6s ' *XO Schlangen, als ihre Dienet zu commandiren. In dieser Behausung leiden diejenigen Strafe, welche mit der Bibel ihren Scherz getrieben, welche die Gelehrten nicht verehren, ihren abwesenden Nächsten schmähen, oder ihm fluchen, das Gebet in der Synagoge versäumen , u. d. gl. Ilebrigens wird in dieser Wohnung so wohl von den Gequälten als auch von den Peinigern ein solches Heulen, Schreycn, Zischen und Wärmen «erreget, daß der Schall davon selbst bis in das Paradis dringet. Rabbnn Simeon gedenket in seiner Erklärung über hie; Bücher Mösts noch eines Vorstehers dieses Orts, den er silys patus, oder auch Sarjaris nennet, welcher das Amt hat, die Menschen entweder selbst oder durch seine Gehülfen zur Sünde zu bereden. Außer diesem halten stch noch 2 andere vornehme Teufel allhier auf, wovon her eine, welcher rosenroth aussiehet, xrsiSvA Giinguiim, und der andere ^2^10212 Tafsurinia heißet. Des ersten Verrichtung bestehet darinne, daß er alle unnütze Reden sammelt, die der Mensch in diesem Leben führet. Der andre aber sammelt alle die Scherben der Gefaste/welche der Mensch aus Zorn wegwirft und zerbricht, sorgfältig, und hebt ste zu seiner Verurtheilung auf. ( Die Wegwerfung eines Gefastes im Zorne, ist in den Allgen der Nabbinen gar eine große Sünde, die sie der Abgötkerey gleich achten. — Welch« Moral! ) Der