Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Drittes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 43 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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HK *x» HK 48 pke bejahen, so wird er sogleich von dem Engel des Todes auf eine leichte Art getödtet, und er haucht seine Seele ohne alle Schmerzen aus, stz leicht wie man einen Faden aus der Milch zieht. Findet sich aber daß Gegentheil, so wird ihm die Seele, ehe. sie ausfährt, auf das schrecklichste gemartert, und sie gehet aus dem Leibe ohngefähr so, wie die Wolle, die man aus Pech oder aus einer Dornenhecke ziehen will. (Vielem Gleichnisse zufolge wird die Seele gar in Stücken zerrissen.) Die zwote Bestrafung, zwischen dev Zeit, ehe der Körper zum.Grabe getragen wird, bestehet darinne, daß die Seele überhaupt so lange feiner Ruhe fähig ist, wie das Blich Dyhnv S. 88. C. 2. lehret: Hie Seele kömmt nicht eher vor Gott, und kann auch nicht eher in einen andern Leib versetzet werden, bis der Leib begra-, ben ist. So lange dieses noch nicht geschehen ist, hat die Seele keine Ruhe, sondern Schmerzen, insonderheit deswegen-, weil die unreinen Geister während dieser. Zeit, sich ihrer zu bemächtigen und sie in ihre Gewalt zu bringen, wie auch zugleich den verblichenen Körper zu verunreinigen suchen. Diese Bestrafung ist allen Seelen, ohne Unterschied, auch den Gerechten gemein. Die Seelen der Gottlosen werden nur noch auf eine andere Manier gequälet, nämlich die unreinen Engel umtanzen sie beständig, rücken ihr ihre begangenen Laster vor, und machen ihr die zu er- " "'war-