Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Sechster Band (1770)
- Issue
- Drittes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 36 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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ss *x* fasten, dich täglich-,24 mal baden, und tpemr d« ja aus Schwachheit etwas genießen mußt, so müssen es keine blähende Speisen seyn, du mußt auch kein Frauenzimmer ansehen, und dich beständig an einem dunklen Orte eingeschlossen halten. Solches rhat ich, und hierauf offenbarte mir der Engel ein gewisses Wort, nach dessen Ausspreckung er allemal bey mir war, und mir alles eröfnete, was ich von ihm zu wissen verlangte." — Da nun also die Buße unumgänglich nochwendig ist, und gleichwohl kein Mensch Starke genung hat, sich derselben ernsthaft zu unterwerfen , so geben die hochweifen Rabbinen denen Leuten den Rach, daß sie sich stufenweise und nach und nach an die strengen llebnngen derselben gewöhnen sotten, wenn es ihnen auch Anfangs nicht von Herzen gienge, und sie nicht zur Ehre Gottes, sondern um weltlicher Vortheile willen, sich derselben unterzögen, so würden sie doch endlich durch eine solche Scheinbuße zur wahren und würklichen gelangen. Diesen Rath unterstützt das Buch Leftof mit folgender talmud. Geschichte: Rabban Simeon, ein Sohn LnkistH, welcher sonst nur schlechtweg Resch Lakifch genennet wird, war in seinen jüngern Jahren ein Bösewicht und öffentlicher Räuber, ward aber auf einmal bekehret , und einer der bornehmsten Talmudisten. Die Gelegenheit zu dieser Bekehrung war diese. Als sich einstmals Rabban Jocharmn, einer der