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Der Jude · 1770-01-01 · Drittes Stück (1770) · p. Seite 34

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Journal
Der Jude
Volume
Sechster Band (1770)
Issue
Drittes Stück (1770)
Date
1770-01-01
Page
Seite 34 (sequence 2)
Language
German
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84 LZ «XV LS nicht weiß, wie, er sich selbst mit einer Buße Hel/ fen könne, so schreibt er seine begangene Sünde auf einen Zettel, bekennt sich für schuldig, begehrt Buße, leget diesen Zetkul, ohne Meldung sei/ nes Namens in ein Blich, und dieses auf den Sessel des Rabbi in der Synagoge, damit er <der Rabbi) denselben Zettel finde/ Darauf legt der Rabbi einen andern Zettel an die Stelle des seinigen in das Buch, und ertheilet auf dcmselben dem Sünder seinen Bescheid. Er bekräftiget dieses mit seinem Augenzeugnisse, indem er gesehen, daß seinen Vater und Vetter in Prag öfters ein solcher Zettel sey hingeleget worden-" Diejenigen, die sich dergleichen Bußausiegungen unterwerfen, werden bey ihnen gar hoch geachtet, indem ihnen der Vorzug für den vollkommensten Gerechten, und sogar für den Erzengeln zugestanden wird. Rabbi Akibir schreibt hiervon in seinem Buche Vtijoth: «Die Büssenden sind bey Gott viel werther geachtet, als die Engel, denn die Engel müssen sich von dem 'Heiligen Hochgelobten, sechs und dreyßig mal zehntausend Meilen entfernet halten, die Büßenden aber stehen ganz nahe vor seiner herrlichen Majestät." . Was man durch das Fasten und Baden insonderheit für einen Grad der Vollkommenheit erreichen könne, erläutert das Buch Reschith <Lhochni6, S. 29. Col. 2. mit folgender Geschichte : „Als ich, erzählet der Hohepriester N. Iischmael, l z Jahr alt war, und bey den be-

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