Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Drey und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 355 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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LL *x* 355 Eine andere glaubwürdige Vorstellung im Talmud ist diejenige, die er von der Größe einiger Menschen und Thiere macht. Dies sind im Tr. t^habigga, S. 12. Col. i. die Worte R. Elie-' sers: Der erste Mensch war anfangs so groß,daß er von der Erde bis an das Firmament des Himmels reichte, nach dem Spruche; B. Mos. 3, 32. „Frage nach den vorigen Zeiten, die vor dem gewesen sind, von dem Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des Himmels bis zum andern." — Nachdem der Mensch aber gesündiget hatte, so hat der Heilige und Hochgelobte durch Auslegung seiner Hand, diese majestätische Größe verringert und erniedriget, wie aus den Worten Ps. 139, s> erwiesen werden sott: „Hinten und ferne hast du mich gebildet und deine Hand auf mich geleget." Eben diese Erzählung bestätiget Rabbi Juda, nur ryit dem veränderten Zusatze, daß seine Größe von einem Ende der Erde bis zum andern gereichet habe. Rabbi Akiba, welchem diese Größe noch nicht hinlänglich schien, getrauet sich zwar den Rabbinen Eliejcr und Juda nicht zu widersprechen, um aber aus dem Handel zu kommen, setzt er die Größe der Erde so groß, daß man zur Durchreisung derselben?oo Jahre Zeit nöthig habe. In,andern Büchern, und insonderheit in dem Js-rlkut Sehilim>om,S.6.C. 4. wird dieseGröste noch einmal verändert. Anfangs, heißt es, war der erste Mensch,gleich nach seiner Schöpfung sogroß, daß ermit dem Kopfe das Firmament berührte; Z 2 als