Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zwey und zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 344 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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344 HS *x» HS Sie gehen in der Vergleichung der heiligen Schrift und des Talmuds noch weiter, wie aus folgender Stelle erhellet, die in dem Tractate Mastecherh Sophrim, Cap. r 5. S. r z.C.2. stehet: »iDre heil. Schrift ist dem Wasser, die Mischna dem Weine, und dieGemara dem aller-' vortrestichsten gewürzten Weine gleich. Die Welt kann nicht ohne Wasser, ohne Wein, und ohne gewürzten Wein bestehen. Denn ein Reicher erhält sich voü allen dreyen." In dem Buche And Hakemach, S. 67. C. z. wird sogar verboten, sich zu einem Menschen, der zwar die Bibel und die Mischna, nicht aber den Talmud inne hätte, zu gesellen, lind d as Buch MeddsiasH Mischte, erkühnet sich S. i. Col. Z. auf eine götteslasterliche Art zu schreiben, daß auch der weisen Nabbinen gemeines und Scherzgespräch dem ganzen göttlichen Gesetze gleich zu schätzen sey. Noch unverschämter drückt sich das Buch Scharre Zedeck aus, indem es S. 9. Col. g. diejenigen, welche die Bibel ohne Mischna und ohne Gemara studirten, vor Atheisten erkläret. Daß aber der Talmud höchst nöthig sey, davon schreibt Maimonides in der Vorrede über die Gebote Gottes also: „Die 5, Bücher, die uns Moses von seiner Hand geschrieben, hinterlassen hat, sind so unvollkommen, daß sie kem Mensch ohne die talmudische Erklärung, verstehen könnte. Zur Bestärkung dieses Satzes führt er folgende Exempel an. Moses spricht 4 B. Mos. z, 39' »Der Leviten waren rrtausend." In der Rech-