Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zwanzigtes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 310 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sr« LU OXO LU heilige Schriften, die man nicht verunehren oder verderben soll, über welches denn auch allerdings mehr gehalten wird, als bey andern Religions- Verwandten , die ihre Glanbensbücher zu den unanständigsten Dingen zu gebrauchen, sich oft nicht schämen. Wenn aber dergleichen heilige (Jüdische) Bücher von 'einem ungläubigen Juden waren geschrieben worden, so ist ein sehr gutes Werk sie zu verbrennen i) weil dieser Ungläubi>- ge nicht die Absicht gehabt hat, den Namen Gottes zu ehren. 2- Damit demselben kein Nachruhm bleibe. Im 7 Cap. handelt Mairironides die Lehre von denPropheten ab, und zeiget sehr weitläuftig, in wie viel Elasten die Weissagungen eingetheilet werden, und was für Eigenschaften ein Prophet haben müsse, wenn er Glauben verdienen solle. Unter andern läugnet er , daß die größten Wunderzeichen noch keine Propheten machten,. sondern wenn jemand von der Mosaischen Lehre abwiche und ein festgestelltes göttliches Gesetz ganz aufhübe, so wäre er für einen Betrüger zu erklären, und wenn er sich gleich durch die größten Wunder, die den Wundern Mosis und Elia nichts nachgäben, legitimirte, so verdiene er Loch den Strang. Deswegen müsse man die Weissagung Mosis? „Einen Propheten wie mich, wird der Herr,» — so verstehen: einen Propheten, her mir an der Lehre ähnlich ist, nicht der aber einen andern Gottesdienst einzuführen suchet, wird der'Herr erwecken. — (Ein jeder wird leicht