Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Neunzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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OX* 5^ Wie? versetzte der. Ketzer, eine Reinigung im Feeier? Allerdings, versicherte der Rabbi, diese ist die allervollkommenste, weites i B. M. zr, 24. heisset: „Alles, was nicht ins Feuer gehet, (wovon man nämlich besorgen muß, daß es vom Feuer beschädiget wird,) sollt ihr mit Wasser abspülen. Daraus erhellet der Werth der Feuerreinigung. 9) Ist nach eben dieser talm. Auslegung S. 95. Col. 2. der Gott der Juden auch einstmals ein Bartputzer und Haarscherer gewesen. Denn Rabbi Abhu hat gesagt: Wenn es nicht Jes. 7, 20. ausdrücklich hiesse : „Zur selben Zeit wird der Herr durch ein gemiethetes Scheermesser, jenseits des Flusses, des Königs von Assyrien das Haar des Hauptes und der Füsse abschneiden, und den Bart abscheeren." so könnte sich niemand vorstellen, daß sich Gott zu einem solchem Dienste herabgelassen. Die Sache hat sich aber also zugetragen. Der heilige und gebenedeyete Gott kam zu dem Könige Sanherib in der Gestalt eines alten Mannes, und sprach zu ihm: Wenn du die Könige von Abend und Morgen besuchest, um ihre Söhne zu deinem Dienste wegzuführen, wie redest du sie ay? Eben darüber bin ich besorgt, antwortete Sanherib, was meinest du, was ich , für eine Anrede brauchen soll? Der Greiß berseßte: Gehe hin, und bringe mir eine Scheere, so will ich dich, scheerem Sanherib fragte: wo soll ich sie hernehmen? Der verstellte Greiß zeigte ihm ein Hauß,wo er eine bekommen könnte. Als der