Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Achtzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 288 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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288 LA LA ter Jacob fürchten, beschlossen unter einander einen Bann zu machen, in welchem derjenige, der die Sache verriethe, verfallen seilte. Da sprach Juda zu ihnen: Ein gültiger Bann kann Nicht anders, als in Gegenwarr i O erwachsener Mannspersonen constituirct werden; Da nun unser Bruder Rüben, (welcher Josephen suchte,) nicht gegenwärtig iss, so müssen wir es unterlassen. Darauf beschlossen sie, den Heiligen, Hoch - gelobten mit in ihre Zahl zu nehmen, und dieses geschähe auch. Als nun Rüben wieder zurück kam, und wegen seiner fruchtlosen Bemühung ganz untröstlich schien, so versicherten ihn die Brüder, daß er sich vor dem Zorne ihres Vaters nicht zu fürchten habe, indem sie solche Anstalten gemacht hätten, .welche alle Verrätherey verhindern würden. Rüben gab sich auf diese Nachricht zufrieden, und sowohl Gott, als er, offenbarten dem Vater von der ganzen Sache nichts. Eben dsisis wird in dem Buche: Timchunm, und in der Auslegung des Rabbi Nechar, über die 5 Bücher Mosis noch weit ausführlicher beschrieben, lind der bei; den Juden so hoch geachtete und geliebte Rabbi S-rloinoir Jsarchii gesteht dieses gleiclssalls mit deutlichen Worten in der Erklärung des §7. Verses des Zysten Capikels des erste» B. Mose, wozu er noch dieses sitzt, daß Jsaac diele ganze Geschichte im prophetischen Geiste vo> hergesihen, sch aber gefürchtet habe, sie seinen Sehne zu offenbaren, weil er zugleich gesehen, daß ihm Gotr dieselbe verheelete.