Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Siebzehntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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»65 HS *X« Was hat aber Moses verlangt, fragt kNm'/ monides,da er bat: Herr, laß mich deine Herrlichkeit sehen? Antw. er verlangte weiter nichts, als daß ihm Gott durch untrügliche Zeichen von der Würkstchkeit seines Daseyns versichern wolle, und daß er ihn so gewiß hiervon überzeugen möchte, wie er etwa von der Gegenwart eines Freundes, dessen Gestalt er sich fest in die Seele eingedrückt , gewiß seyn könnte. — Kurz, beyWokt ist nichts körperliches, es kann ihm nichts körperliches begegnen , bey ihm ist keine Trennung oder Wiederverbindung, kein Ort noch Maas , kein Hinauf - oder Hinabsteigen, keine rechte noch linke (Seite) kein Forne noch Hinken, kein Sitzen noch Stehen, kein Anfang noch Ende, keine Veränderung, weder Tod noch Leben (man verstehe das Leben einer Creatur) keine Thorheit noch Weisheit (kW. endlicher Geister) kein Schlaf noch Wachen, kein Zorn noch Lachen, keine Freude noch Traurigkeit, noch Stilleschweigen, noch Sprache nach menschlicher Weise -—. Nach dieser Idee, hat Maimoindcs auch über die folgendenGebote noch ganz vernünftig commentiret, so wie der Auszug/den wir hier gemacht haben, eine Erklärung dev ersten z Gebote ist; Es kömmt darinnen viel richtiges und unrichtiges, merkwürdiges und unerhebliches vor. Allein, die engen Granzen unsers Plans, in die wir eingeschlossen sind, erlauben uns nicht, dasselbe mit beyzufügen. Er erinnert auch, daß es die Pflicht jedes Juden sey, sich nach