Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Neuntes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 136 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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rzS «U» LK gelingen, mich auf meinem Sterbebette zur Verläugnung Los wahren Gottes, auf irgend eine Art in Gedanken oder durch Worte, oder Geberden zu bewegen, so erkläre ich hiermit im voraus, daß ich an dieser Sünde keinen Theil haben wolle, sondern daß solches der Verwirrung meines Verstandes, oder der heftigen Schmerzen meiner Krankheit zuzuschreiben sey." Bi y, dem Innhalte dieses Gebets können wir nicht unterlassen, unsere Meynung davon zueröfnen, indem wir gewiß glauben, daß dieß Gebet von den Rabbinen wider unserm Erlöser verordnet sey, damit, wenn etwa noch in ihrer letzten Stunde ein Gedanke von Christo in ihnen erwa-, chen sollte, sie sogleich ein Mittel hätten, sich von demselben, weil sie ihn für eine Eingebung des Teufels halten, zu befreyen. Es erhellet solches insonderheit aus Lirchners jüdischen sserimonel, S. 208. mit Mehrern, wo es heißt: „Sie spre-, chen'in dergleichen Fällen zu dem Kranken: (wenn er nämlich einige bedenkliche Worte wider ihre Religiomvon sich hören laßt,) sey du Niir? imv ' dNejuched Edus, d i, bestimme dir Zeugen, und sprich laut mit deinem Munde, seyd ihr meine Zeugen, denn der Bösewicht, der Satan, läßt mir keine Ruhe, und sucht mich zu bereden, ein Christ zu werden, weil alsdenn mir und meiner Seele geholfen würde; darum nehme ich euch zu Zeugen, und erkläre hiermit,daß ich es nicht thun will, und sollte ersauch diese Anfälle ze^nmahl in einer Stunde wiederholest