Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Fünfter Band (1770)
- Issue
- Zweytes Stück (1770)
- Date
- 1770-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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rS OXO Üben Mund, und sauget dem Kinde das Blut aus der gemachten Wunde aus, (Dieses ist es, welches Meziza genermet wird.) speyet es in einen andern Becher, oder auch in die Schüssel mit dem Sande, und sprühet auch wohl ein wenig davon auf des Kindes Wunde und Gesicht, um dasselbe hierdurch einigermaasen wieder zu erfrischen. Alsdenn leget er die abgeschniftene Vorhaut auch in die Schüssel mit dem Sande, verbindet endlich die Wunde, indem er sie um das Blut zu stillen, vorher mit einem gewissen darzu zubereitcten Pulver bestreuet, und wickelt alsdenn das Kind wiederum sauber in seine Küssen ein Wenn nun alles dieses vorbey ist, so wäscht der Beschneider seine Hände und den Mund mit Wasser reinlich^ab, damit er den darauf folgenden Segen sowohl mit reinen Händen als auch gereinigten Munde sprechen könne. Des Kindes Pathe aber stehet alsdenn auf, hält Las Kind in die Höhe, und der Beschneidet nimmt den Lid- -uschbecher in beyde Hände zugleich, und spricht folgenden Segen: „Gelobet seyst du Jehovah, rc. der du die Frucht des Weinstockes erschaffen hast;. Gelobet seyst du Jehovah, rc. der du den Geliebten schon von Mutterleibe an geheiliget', (hierdurch verstehen sie den Erzvater Isaak,) und seine Nachkommen mit dem Zeichen des heiligen Wundes besiegelt hast. Dieserwegen nun gebiete -och, du lebendiger Gott, der Lu unser Theil und Fels bist, daß dieses Geliebte unserer Verwandschaft, Vor hem Verderben bewahret bleibe. Ge-