Mannheim
Compact Memory

Der Jude · 1769-01-01 · Achtes Stück (1769) · p. Seite 114

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Jude
Volume
Vierter Band (1769)
Issue
Achtes Stück (1769)
Date
1769-01-01
Page
Seite 114 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2577043-2577046-9903422--1468-2578459
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

114 Ursache willen, wird bey jeder Trauung ein Glas zerbrochen. — Die Weiber sollen sich niemals mit ihrem völligen Schmuck bekleiden. — Bey dem Gesundheikttinken sollen sie das sonst bey grossen Feyerlichkeiten übliche Tromperenblasen Unterlasten. Die Nachtmusicken vor den Hausern dürfen sie gleichfalls nicht dulden, lind niemals soll ein frommer Jude, eben aus Achtung gegen das so kläglich zerstörte Jerusalem, mit vollem Munde lachen; wie man dieses alles im 5 60. Abschnitt des <L>rqch> Lhajiin angegeben findet. Ein Daker der sein Kiiid eben an diesem Tage beschneiden lässek, hak dießfalls einige Freyheit zu genießen. Nemlich er. kann sein Fasten eher, als mit einbrechAider Nacht endigen; lind nachdem er das sogenannte große Mincha einige Stunden früher; als das ordentliche und kleinere gebetet, sich zu seinen Beschtteidungstttahl verfügen. Jedoch dürfen die Zubereitungen zu einen solchen Mahle erst Nachmittags ihren Anfang nehmen. , Der Sabbath, der zunächst auf dieses Fasten folget, heisset bey ihnen 7—i-w Schnbbes Nncchmu, und zwar ebenfalls deswegen, weil sich die Haphthorah desselben, die aus Jes. 40, b. i «26. genommen ist, mit dem Worte cheittif d. h. tröstet! anfängek^ Es wird also dieser Sabbach bey ihnen gleichsam als ein besonders tröstlicher und freudiger Sabbath angesehen. Man brauchet daher bey dem Gottesdienst ansel-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.