Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Fünftes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 68 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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68 KS OX» bet in meiner Liebe, in der Furcht Gottes, und in meinem Gesetze. Denn der Gnadenfaden ist über euch gezogen. Und ob ich gleich um eurer großen Sünde willen zur Erden geworfen worden bin, so ist doch eure Thorah vor Gott so süsse, und angenehm, daß ihr mich (durch treue Beobachtung derselben) ganz wiederum in die Höhe bringen könnet. Stehet auf, umgürtet eure Lenden, und schreyet mit lauter Stimme: Gelobet sey her herrliche Name seines Reichs in alle Ewigkeit. —— Als wir diß gethan,verfolgte die wunderwürdige Stimme ihre Rede weiter folgender maaßen. — Wohl euch, sprach sie, meine Kinder, fanget wieder an zu lesen; haltet nicht einen Augenblick stil- - le. Ihr sollt wieder in das gelobte-Land ziehen. Die Zeiten sind einander nicht gleich.. Sehet nicht auf eure Hauser, Gott wird euch schon helfen. Ihr sollt das beste von dem besten Theile des Landes essen. Ich will euch speisen; und wünsche euch Frieden. — Me diese Worte, und noch viel mehrere dergleichen, von höchster Wichtigkeit, und großer Weisheit, haben wir alle mit an-ahöet; Und wie konnten wir anders, als für Freuden dabey laut weinen. — Aber wir habe» auch gehöret das Leid, und den großen Jammer, welchen die Schechina um unsrer Sünde willen schon ausgestanden hat. Denn sie hak gegen uns gesammert so kläglich, wie die Stimme eines Kranken zu seyn pfleget. Wir aber haben sie gestärket, und nicht aufgehöret im Gesetz fort zu lesen,