Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Drittes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 44 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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44 HS EXO Es ist dieses Fest eines der drey vornehmsten im ganzen Jahre : eben so hochgeachtet als das Oster- und Lauberhüttenfest. Es fiel allezeit auf den fünfzigsten Tag nach dem andern Ostertage. Die Tage bis dahin müssen also genau gerechnet, und gezählet werden; so genau, wie wenn einer seinen besten und und treuesten Freund erwartet, und deswegen Tag und Stunden zu zählen pfleget. Dieses Gleichnisses bedienen sich hier die Jüdischen Lehrer. — Es führet dieses Fest verschiedene merkwürdige Namen. Im2 B. Mos. 34. v. 22. wird es sr? Chag SHebltoß, das Wochenfest genennet, weil nämlich von Ostern bis auf dieses Fest sieben Wochen, vorbeygehen müssen. Und dieser Name ist der Hauptname dieses Festes geblieben. — Im 2 B. Mos.- 2Z. v. 16. heißet es ZN Chag hakozir, dasZest der ersten Erndte, und das zwar, weil selbige an diesem Feste schon zu Ende gebracht war. Denn am andern Ostertage gieng man mit der Sichel zu erst in die Saat. Und bald darauf wurde die Gerste, und anderes frühzeitiges Getraide eingeerndet. —Die Waitzenerndte gieng etwas später an, nämlich erst einen Monat nach Ostern Um Pfingsten aber, als im Anfang des dritten Monden war alles vorbey. Um dieses noch deutlicher zu machen, wollen tvir eine Stelle aus dem Tslnrud im Tractat ' Babn