Der Jude
- Journal
- Der Jude
- Volume
- Vierter Band (1769)
- Issue
- Zweytes Stück (1769)
- Date
- 1769-01-01
- Page
- Seite 32 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Z2 KS OXO/ nämlich man muß, nach der Judensprache, W2M maskir neschommeß seyn, d. i. ein Gebet für die abgeschiedenen Seelen verrichten. Hiervon siehe inr 2. B. S. 8z. und zr;.— In dem Mifcheberach^ebet, welches wir im i. B. S. 84. beschrieben haben, wird die Clausel angehängt: 71 d. i. „damit er gebe, was seine Hand vermag." Diese Formel soll nämlich jeden erinnern, ein freywilliges Allmosen z.u geben. An dem Ende geht an einigen Orten der Vornehmste von der Gemeine von Mann zu Mann, und sagt ihm dieses Mischeberachgebet besonders vor. Das Geld, welches auf solche Art gesammlet wird, gehöret denen Armen, dis aus dem gelobten 2ande kommen. Der ganze Gebrauch ist daher entstanden, weil die nur ungefähren Worte eben am Ende ihrer dießmaligen ^ection, (nämlich 5 B, Mos. i6, 17.) angetrosfen wurden. Weil nun diese Lection an allen dreyen Festen, nehmlich Ostern, Pfingsten und Lauberhütkenfest, allemal am letzten Tage gelesen wird, so heißt auch bey ihnen allezeit der letzte Tag dieser Feste Mathneß Jad. —Mit dem Mußaphgcbek, mit dem priestbrlichen Segen, ingleichen mit der Mittagsmahlzeit, und dem Minchagebet, halten sie es an diesem Tage eben so, wie an den vorhergehenden Festtagenl -